13.01.2001 bis 23.08.2001 – affenstark!!!

  • 13.01.2001 – 19.02.2001: MAURITIUS

    Dodo      Quatre Borne      South West      sunset      Fisher

13.08.2002 – 18.08.2002: ZAKYNTHOS – GRIECHENLAND

12.04.2003 – 26.04.2003: RUMÄNIEN

Palace of Parliament, Bukarest      typische Allee      Baia Sprie      Donaudelta

28.07.2003 – 05.09.2003: NAMIBIA


v.l.n.r.: Namib um Sossusvlei, Strauß im Etosha–NP, Swakopmund, Robbenkolonie am Cape Cross, 'on the road' bei Sesfontein

01.08.2004 – 11.09.2004: MADAGASKAR

19.03.2005 – 03.04.2005: 4300 km, 9 Länder MittelSüdOstEuropas

30.07.2005 – 07.09.2005: GHANA

älteste Moschee Ghanas, Larabanga      Central Market, Kumasi      beliebtes Essen: Fufu      Mädels in Busua, Westküste      Straße nach Butre, Westküste

08.04.2006 – 15.4.2006: (D, A, H) Rumänien, Rep. Moldau, Transdnjestr, Ukraine, Transdnjestr, Rep. Moldau, Rumänien, Ungarn

29.07.2006 – 05.09.2006: GABUN


v.l.n.r.: Anti-Aids-Kampagne, Libreville; Ankunft mit der Fähre, Port Gentil; Lepradorf beim Schweitzer Hospital, Lambarene; Trans Gabonaise Railway quer durchs Land; Omar Bongo ist überall präsent, Franceville

28.07.2007 – 05.09.2007: TANSANIA – KENIA – TANSANIA


v.l.n.r.: Strand von Kipepeo; Kakamega Forest; Kibo, Kilimandscharo NP; Löwen in der Serengeti; Zebras in der Maasai Mara; Livingstone Museum, Ujiji

05.08.2008 – 14.09.2008: SAMBIA


v.l.n.r.: Sambesiquelle; Sambesi, Luena Flats; Fischer, Barotse Floodplains; Marktfrauen mit Cassava, Mwinilunga; Viktoriafälle, Livingstone; Kreuzung in Lusaka

Ankunft in Melbourne
Also, angefangen hat alles mal in Melbourne. Früh um sechs sind wir (meine Freundin und ich) noch total verschlafen auf dem Melbourner Flughafen gelandet. Das Wetter war mäßig, sehr dunstig, fast wolkig und ohne wirkliche Sonne. Trüb halt. Und die Leute um uns herum waren sooo blass. Richtig blass, wie es wohl nur Australier (und Engländer) sein können. (Vielleicht sollte ich noch kurz anfügen, dass wir direkt aus Mauritius, wo doch viele Schwarze leben, eingereist sind.)
So, das war dann unser erster Eindruck von Australien. Nicht besonders positiv. Aber natürlich kam es besser. So richtig gut kam es allerdings erst viel später.
Melbourne ist sehr schön am Yarra-River gelegen, wo sich abends viele Ruderer übten und an dessen Ufer sich die Möwen mit den Touris die besten Plätze teilten. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen viktorianischen Bauten, die der Stadt weiteres Flair verleihen. St. Kilda, also den "Strand" von Melbourne, fand ich mit seinen vielen Lokalen und dem Hauch von Urlaub mitten in der Stadt recht ansprechend. Für was St. Kilda auch bekannt ist, sind seine Konditoreien mit dem entsprechenden Angebot. Der erste Biss schmeckt meist recht verführerisch, ab dem zweiten beginnt dann jedoch der Kampf gegen das Zuviel an Süße, Fett etc. Wahrscheinlich bin ich als Deutsche viel zu verwöhnt bzw. zu heikel, wobei mir z. B. Baklava gut schmecken. (Allerdings ist auch davon ein Stück genug.)
Von Melbourne aus wollten wir unbedingt die Great Ocean Road "besichtigen". Ist ja nicht wirklich weit. Allerdings wollten wir es nicht mit so einer geführten Tour machen, wie die anderen Touris, sondern auf eigene Faust. Wir stiegen also in den Zug nach Geelong. Von dort versuchten wir nach Torquay, dem Beginn der GOR (und dem Zentrum der Australischen Surfmode), zu trampen. (Waren nur 22 km.) Tatsächlich hielt ein Auto und Rowie nahm uns mit. Rowie war schon 'ne coole Type, wie sie da barfuß am Steuer saß, sie wollte ja nur kurz eine Freundin in Lorne (ca. 140 km von Melbourne) zum Kaffee besuchen, die Haare lang, aber der vordere Schädel recht kurz rasiert. Total nett war sie auf jeden Fall! Und sie nahm uns gleich mit bis Lorne. Wir kamen somit zu dem Vergnügen gute 30 km GOR! Wir waren etwas unschlüssig, was wir weiter machen sollten, denn die tollen Küstenabschnitte, so mit den 12 Aposteln oder der London Bridge, waren noch etwa 150 km entfernt. Und es war schon fast Mittag. Rowie bot uns an, uns wieder zurück nach Melbourne zu nehmen. Wir nahmen ohne groß nachzudenken an. Sie war ja so nett. Also tummelten wir uns zwei Stunden am Strand (mit Bad im arschkalten Wasser), gingen mit unserer Chauffeuse und ihren Freunden kurz einen Happen essen (echt schön mit Blick aufs Meer) und fuhren dann mit ihr zurück nach Melbourne.
Rowie hat uns gleich über Nacht zu sich eingeladen und wir sagten begeistert zu. Sie wollte am Abend mit ein paar Freunden ein Theaterstück besuchen, wozu wir auch gleich bereit waren. Klar, warum nicht in Australien ins Theater? Wir haben es bereut. Naja, eigentlich gehe ich ganz gerne ins Theater, aber dieses Stück war schon verdammt abgefahren. Die Zuschauer saßen am oberen Rand und schauten wie in einen Schuhkarton hinein und hinunter. Und dort unten? Es spielten ein Gnom und zwei nackte Frauen. Gesprochen wurde nichts, nur Laute wurden ab und an ausgestoßen. Und gewunden haben sich die Frauenkörper manchmal. Der Gnom hatte ständig eine Maske auf und ist doof durch den Raum geirrt. Verstanden habe ich von dem Stück überhaupt nichts! Keine Ahnung, ob Rowie das Stück gefiel; ich glaube auch nicht so wirklich.
Am nächsten Morgen setzten wir uns in den Zug Richtung Norden. Canberra war unser Ziel, da dort meine Cousine Petra wohnt. Über uninteressante Ebenen gings erst mal nach Wodonga, an der Grenze zu NSW, wo wir den Zug gegen einen Bus tauschten. Nach einem Stop bei Albury, dort konnten wir endlich mal eine halbe Stunde Sonne genießen, kamen wir sicher in Canberra an.

Canberra und drum herum
Wie ausführlich soll ich denn das jetzt schildern? Also, bei meiner Cousine ist es ja ganz nett, so die Wohngegend und die Stadt und die Leute und so. Meine "zweiten" Kängurus sah ich sogar am Ortsrand der Hauptstadt. Meine "ersten" Kängurus bekam ich in Küstennähe bei Batemans Bay zu Gesicht. Sie hüpften mitten durch die Vorgärten der Häuser. Und auf dem benachbarten Picknickplatz trafen wir sie in Scharen. Wir trauten uns so nahe an die Tiere, dass wir sie streicheln konnten. Die Tiere waren das gewohnt. (Wie erschreckend!)
Im Sommer verbringt meine Cousine mit ihrer Familie viele Wochenenden in Batemans Bay, und so machten wir es nach. Wir verbrachten also alle miteinander zwei wunderschöne Tage am Meer. Während sich die anderen am Strand tummelten, gingen Thommy (Petras Mann) und ich zum diven. Shark dive. Thommy hatte mir schon viel davon erzählt und so wollte ich auch unbedingt zu den Haien runter. Ein paar Auflagen waren natürlich schon dabei und so war es uns nur maximal zwanzig Minuten aus entsprechender Entfernung gestattet, dem Treiben der majestätischen Tiere zuzuschauen. Es waren vielleicht zwanzig Grey Nurse Sharks, die sich vor unseren Augen um ihre Jungen bemühten. Zwischen einem und drei Meter hätte ich die Haie geschätzt. Ein paar waren etwas neugieriger und näherten sich der Gruppe Taucher, einer umschwamm uns sogar, aber nur ein kleiner.
Während ich noch in Deutschland weilte, hatte meine Cousine für mich ein Auto besorgt. Mit dem machten wir als Tauglichkeitstest einen kleinen Trip in die Umgebung. Südöstlich von Canberra liegt der Wadbilliga National Park. Die Tuross Falls sind während der Ferien und Sommerwochenenden ein beliebtes Ausflugsziel der Australier. Im Herbst und mitten unter der Woche waren wir dort allein. Die einstündige Wanderung durch den stark duftenden Eukalyptuswald bis zum Lookout, an dem man die Wasserfälle besonders gut sehen kann, war unglaublich schön. Ich bin danach nie wieder durch einen so intensiv durftenden Wald gewandert. Im oberen Verlauf der Tuross Falls, in den Kaskaden, lässt es sich wunderbar ein Bad nehmen. Vor allem, wenn man der einzige Badegast ist. Traumhaft!
Unsere weitere Reise setzten wir nun mit dem Auto fort. Nach schwerem Abschied war unser nächstes Ziel (natürlich) Sydney.

Sydney
Wir brennten darauf, die Opera und die Harbour Bridge zu sehen. Gleich nachdem wir im Rucksack Rest, einer Backbacker-Unterkunft in einem stilvollen alten Haus mit eigenbrödlerischem und total nettem Wirt in Potts Point, eingecheckt hatten, gings los Richtung Botanischen Garten. Am nördlichen Ende der Macquarie's Road, am Meer, hat man bei schönem Wetter einen wunderwunderschönen Blick auf die Opera und die Bridge. Bei schönem Wetter wohlgemerkt! Wir hatten die dreieinhalb Tage Sydney natürlich einen wolkenverhangenen grauen (!) Himmel. Und so eine hellgraue Opera und mittelgraue Harbour Bridge heben sich wunderbar gegen einen hellgrauen Himmel ab! Schade, unsere Fotos sind eigentlich zum Wegschmeißen!
Bei so einem Wetter sparten wir uns letztendlich auch dem AMP-Tower, von dem man normalerweise eine klasse Sicht auf die Stadt genießen kann. The Rocks, das älteste Viertel Sydneys besichtigten wir bei Regen. Macht nicht wirklich Spaß. Am Darling Harbour, wo sich das Leben draußen in einem der vielen Cafès oder einfach nur am Kai abspielt, wurden wir von einem Regenschauer überrascht. Zum Glück war es ins Aquarium, wohin wir unterwegs waren, nicht mehr weit. Trotz des hohen Eintrittspreises ist das Sydney Aquarium absolut sehenswert. Dort konnte ich dann die gleichen Grey Nurse Sharks betrachten wie zuvor in Batemans Bay. Und dort konnte ich sie auch meiner Freundin zeigen: Schau mal, zu so großen Haien sind wir getaucht!
Natürlich haben wir noch einiges mehr in Sydney angestellt. Alles zu beschreiben, würde jedoch den Rahmen sprengen.
Carmina Burana darf ich jedoch auf keinen Fall vergessen! Da hatten wir nämlich mehr als Dusel! Gleich am ersten Tag informierten wir uns in der Opera, ob es noch für irgendeine Vorstellung die nächsten drei Tage eine Karte gäbe. Natürlich nicht! Wir wollten aber unbedingt in die Opera. Schließlich sind wir ja nicht alle Tage in Sydney! Wir versuchten es also am Abend vor der ausverkauften Vorstellung und siehe da, ein paar Leutchen wollten doch tatsächlich ihre Karten loswerden. Erst bekamen wir nur eine zu einem echt fairen Preis. Wir dachten schon, wir müssten uns die Vorstellung teilen, da schenkte uns die Mutter einer Chorsängerin die zweite. Und nach der Wahnsinnsaufführung fuhr uns die gute Frau sogar noch zu unserer Unterkunft. Das war vielleicht ein gelungener Abend!
Nachdem wir zwei Tage bei (Niesel-)Regen durch die Stadt spaziert sind, wollten wir natürlich auch die Strände um Sydney anschauen. Unser Herbergsvater hat uns mit tollen weißen Sandstränden den Mund wässrig gemacht. Da mussten wir hin! Die Strände sollten ganz oben im Norden, bei Palm Beach, sein. Einen ganzen Tag opferten wir für diesen Ausflug. In Palm Beach angekommen suchten wir verzweifelt nach weißem Sand. Erfolglos. Wir waren schon fast am Barrenjoey Head, höher gings nicht mehr, und der Sand war immer noch gelb. Die Strände waren ja ganz in Ordnung, aber unter weißen Stränden stelle ich mir etwas anderes vor. Naja, aber diese Strände waren schon gemeint. Helleren Sand gab es hier nirgends.
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in Manly. Manly erinnert mit seinen netten Cafés in der Fußgängerzone eher an einen Kurort für ältere Semester. Dennoch: Es hat Flair, auch für die Jüngeren! In der Fußgängerzone waren viele Buden, die Handarbeiten, vor allem Bilder feilboten. Und alles war natürlich mit Visa bezahlbar. Schade, dass dicke graue Wolken am Himmel waren, die dem Ort eine etwas bedrohliche Stimmung gaben. Aber wie gesagt, Manly ist schön.
Also, in Manly trafen wir Tine. Tine ist Backpacker und suchte eine Mitfahrgelegenheit gen Norden. Wir einigten uns auf Cairns. Am nächsten Morgen wollten wir los und Tine war mit dabei. Nachdem wir unseren Abstecher zum Bondi Beach wegen Regen gestrichen hatten, holten wir sie in Manly ab und los ging es.

up bis Byron Bay
Da vor ein paar Tagen im Norden ein Zyklon sein Unwesen getrieben hatte, und folglich der Pacific Highway stellenweise überflutet war, mussten wir wohl oder übel den New England Highway etwas abseits der Küste nach Norden wählen. Die Strecke war eher öde, mal mehr, mal weniger bewaldet, aber uninteressant. Bis Tenterfield hielten wir uns auf dieser Route, dann wollten wir wieder Richtung Meer. Die größten Überschwemmungen mussten wohl um Coffs Harbour gewesen sein, Ballina und Byron Bay hieß es, sind problemlos erreichbar. Von Tenterfield bis Lismore änderte sich die Vegetation. Es war viel Wald, aber der Wald wurde von Kilometer zu Kilometer südeuropäischer. Wenn man sich um Tenterfield noch mit trockenem Eukalyptuswald begnügen musste, so war um und vor allem nach Lismore (vielleicht bis Alstonville) fast tropische, südeuropäische Vegetation: Palmen... Das Klima war auch wärmer und feuchter. Ballina (am Pazifik) erreichten wir ohne Probleme. Über Lennox ead fuhren wir die Küstenstraße nach Byron Bay. Außer Villen bekamen wir auch herrlich einsame Strände zu sehen.
Byron Bay war klasse! (Fortsetzung folgt)


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